Die Anfänge von Genesis liegen in den 60ern. Peter Gabriel, Tony Banks, Mike Rutherford, Anthony Phillips besuchten die Charterhouse Public School und waren anfangs „Bandrivalen“ Gabriel und Banks waren „The Garden Wall“, Phillips und Rutherford „The Anon“. 1967 taten sich die beiden Bands zusammen und nahmen ein Demotape auf. Sie gaben es dem ehemaligen Mitschüler Jonathan King, der gab der jungen Band ihren heutigen Namen und sie nahmen bei der Plattenfirma Decca ihr erstes Studioalbum „From Genesis To Revalation“ mit der folgenden Besetzung auf:
Peter Gabriel, Mike Rutherford, Tony Banks, Anthony Phillips und Chris Stewart.
Die Platte war ein Flop. Durch den religiösen Namen der LP stand es in den Regalen wie Blei.
Nach dem Misserfolg der Platte trennten sich die Wege von Genesis und Jonathan King.
Genesis schrieben weiter Songs und spielten viel Live, um sich zu verbessern. Durch die vielen Live-Auftritte der Band wurde Tony-Stratton-Smith auf die Band aufmerksam und gab ihnen einen Vertrag bei dem kleinen Label Charisma Records.
1970 nahmen Genesis mit dem neuen Drummer John Mayhew ihr zweites Studioalbum „Trespass“ auf. Doch auch diese LP wurde nicht gerade ein kommerzieller Erfolg. Doch bei diesem Album ist ein deutlicher Wandel der Musik von Genesis zu erkennen.
Anthony Phillips (Gitarrist / Songwriter) fühlte sich der anstehenden Karriere nicht mehr gewachsen, klagte über heftiges Lampenfieber bei ihren Gigs und trennte sich von der Gruppe.
Genesis suchten nun einen neuen Gitarristen und einen neuen Drummer. 1971 stießen dann der 19 Jahre alte Phil Collins und Steve Hackett zur Band. Im gleichen Jahr erschien ihr nächstes Werk „Nursery Crime“. Kurioserweise fand dieses Album Anklang in Italien und Belgien, was dazu führte, dass Genesis nun auch erstmalig im Ausland auftrat.
Peter Gabriel fing an sich bei den Gigs zu kostümieren. Als Beispiel: Er betrat die Bühne in einem roten Kleid und einer Fuchsmaske auf dem Gesicht. Das brachte Genesis auf die Titelseiten der Musikmagazine und zog so die Aufmerksamkeit auf sich.
1972 veröffentlichten sie das Album „Foxtrot“. Es enthält Genesis-Klassiker wie z.B. „Watcher Of The Skies“ oder das 23 minütige „Supper`s Ready“. Nun spielten Genesis auch in den USA und nicht ohne Erfolg.
1973 wurde das erste Live-Album veröffentlicht.
Das nächste Studioalbum „Selling England By The Pound“ brachte ihre erste Hitsingle „I Know What I Like“ raus. Auch dieses Album enthält „Klassiker“ wie „Firth of fifth“ oder „Cinema Show“. Mittlerweile hat Genesis auch in ihrer Heimat eine große Fangemeinde und sie tourten durch Europa, Kanada und den USA.
Das nächste Studioprojekt war das Konzept-Doppelalbum „The Lamb lies down on Braodway“. Doch es war keine „einfache“ Arbeit, denn Peter Gabriel war der erste der Band, der eine Familie gründete. Außerdem hatte er abseits von Genesis Ideen zu anderen Projekten. Trotzdem schaffte die Band es zu touren. Sie spielten das komplette Album Live + Zugaben. Schließlich gab Peter Gabriel seinen Ausstieg bekannt. Für viele das Ende von Genesis. Doch man irrte sich.
Genesis arbeiteten an einem neuen Album und casteten zahlreiche Sänger. Doch der „neue“ Frontmann war schon in der Band: Phil Collins. Er übernahm die Rolle des Sängers, mit großem Erfolg! Das 76er Album „A Trick Of The Tail“ brachte Genesis eine Reihe an neuen Fans und sie wurden immer erfolgreicher.
Da Phil Collins Live nicht ständig hinterm Schlagzeug singen konnte, engagierten Sie für die „A trick of the tail-tour“ Bill Bruford als Schlagzeuger.
Das achte Studioalbum „Wind & Wuthering“ wird Im Dezember des Jahres 1976 veröffentlicht und enthielt mehr Kompositionen der einzelnen Mitglieder.
Die nächste Welttournee war ein Erfolg und es kam das Doppel-Live-Album „Second’s Out“ auf den Markt. Mittlerweile wurde für die Tournee Bill Bruford durch Chester Thompson ersetzt.
Steve Hackett hatte inzwischen sein ertses Soloalbum aufgenommen und war nun nicht mehr bereit innerhalb Genesis’ Kompromisse einzugehen und verlies die Band.
…and then there three…, der Titel des 1978er Albums erklärt von selbst, ob Genesis nach einem neuen Gitarristen ausschau hielten. Die Antwort ist: Nein. Mike Rutherford übernahm nun auch die Rolle des Gitarristen. …and then there were three… enthielt ihren ersten Weltweiten Hit „Follow you follow me“.
Für die folgende Tournee engagierten Genesis den Gitarristen Daryl Stuermer. Die Tourneen wurden immer länger und das brachte Phil Collins in eine familiäre Krise und er nahm sich eine Auszeit.
Phil Collins und seine Frau trennten sich und so war wieder Zeit für Genesis da.
1980 nahmen Sie ihr nächstes Studioalbum „Duke“ auf. Der Sound der Band hatte sich enorm gewandelt. Auch die Songs waren nicht mehr so kompliziert strukturiert. Wieder waren Singles (Misunderstanding, Turn it on again) auf dem Album enthalten. Die folgende Tour war nicht so groß angelegt und sie spielten nur in Nordamerika und vereinzelte Shows in Großbritannien.
Phil Collins veröffentlichte Anfang 1981 seine erste Solo-LP „Face Value“ und wurde mit der Hit-Single „In the air tonight“ zum Weltstar, was Genesis wohl noch mehr Fans bescherte.
1981 gingen Genesis dann in das für sie errichtete Studio „The Farm“ in Surrey und konnten so ohne Zeitdruck an ihrem neuen Studioalbum „Abacab“ arbeiten. Sie kehrten wieder zum geinsamen Schreiben und Jammen zurück. Der Produzent dieses Albums Hugh Padgham verlieh Genesis einen ganz neuen Sound.
Wieder gingen sie mit Chester Thompson und Daryl Stuermer auf Tour und brachten ihr Neues Live Album „Three Sides Live“ 1982 herraus.
Das 1983 erschienende Album trug den Namen „Genesis“. Es trug den Namen, da nun alle Songs gemeinsam geschrieben wurden. Auch dieses Album enthält Genesis Live Klassiker wie „Home By The Sea“ oder auch „Mama“. 1984 wurde wieder um die Welt getourt.
Für das nächste Album ließen Genesis sich Zeit, da inzwischen auch Mike Rutherford mit seiner Band „Mike & The Mechanics“ erfolgreich wurde. Auch Phil Collins arbeitete viel an seiner Solokarriere.
1986 folgte „Invisible Touch“. Das sehr poplastige Album bescherte Banks / Collins / Rutherford eine Reihe an Hit-Singles und eine ausgedehnte Welttournee, die bis Mitte 1987 ihre Zeit in Anspruch nahm.
Das nächste Genesis-Projekt lies sich Zeit bis 1991. „We can’t dance“ war der Titel des Albums und stürmte die Charts, genau wie die Single-Auskopplungen (u.a. I can’t dance, No son of Mine). Wieder folgte eine Welttournee und Genesis spielten in den größten Hallen und Stadien dieser Welt! Zu dieser Tour veröffentlichten Genesis zwei Live CDs: „The Way We Walk Volume One: The Shorts“ und kurze Zeit später „The Way We Walk Volume Two: The Longs“
Irgendwann in den 90ern war es dann so weit: „Collins verlässt Genesis“. Für die meisten Fans hieß das das Aus für Genesis. Dem war aber nicht so. Banks und Rutherford hielten Ausschau nach einem neuen Frontmann, und Sie wurden fündig. Der Stiltskin Sänger Ray Wilson übernahm nun die Rolle des Genesis-Frontmanns. Das Schlagzeug wurde von Nir Z. und Nick D’Virgilio eingespielt.
Mit dem 1997 Album „Calling All Stations“ rechnete man nicht mit einem so großen Erfolg wie bei den Vorgängern „Invisible Touch“ oder „We Can’t Dance“, doch mit einem so schlechten abschneiden in den USA hatte Genesis nicht gerechnet. Die für Amerika geplanten Konzerte wurden wegen schlechter Nachfrage abgesagt. Doch in Europa wurde getourt. Nach Collins’ Weggang wurde nun auch die Live-Besetzung geändert. Stuermer und Thompson wurden von Anthony Drennan (Gitarre & Bass) und Nir Z. (Schlagzeug) ersetzt.
1998 wurde das 4er Boxset „Genesis Archive #1 1967-75“ auf den Markt gebracht. Es enthält ausschließlich Material aus der Gabriel-Ära. Die „Lamb Lies Down On Broadway-Show“ ist hier Live enthalten sowie Liveaufnahmen von „Supper’s Ready“ und einige B-Seiten. Außerdem enthält es ganz frühe Aufnahmen aus den 60ern.
1999 erscheint ein Genesis –Best of Album mit dem Titel „Turn It On Again – The Hits“ Es enthält eine neu eingespielte Version des Genesis-Klassikers „The Carpet Crawlers“ mit der alten fünfer Besetzung: Banks / Gabriel / Collins / Hackett / Rutherford.
Das 3er Boxset „Genesis Archive #2 1976-92“ erschien 2000 und spiegelt die Zeit der Collins-Ära wider. Es ist bestückt mit einer Reihe an B-Seiten und bisher unveröffentlichten Live-Aufnahmen.
2004 wird die „Platinum Collection“ veröffentlicht. Sie enthält drei CDs und beinhaltet neu abgemischte Songs von „Trespass“ bis „Calling All Stations“.
Ende 2006 gaben Genesis in Form von Tony Banks / Phil Collins / Mike Rutherford eine Pressekonferenz und verkündeten, dass sie 2007 noch einmal auf Tour gehen würden. „Turn it on again – The Tour“ wird in Europa und in Nordamerika zu erleben sein; mit folgender Bestetzung: Banks / Collins / Rutherford / Stuermer / Thompson.
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